Mittwoch, 1. Januar 2020
Giselle
AUSZUG

Sie stellt ihre Tasse ab und legt das Frühstücksmesser auf ihr Brettchen. Dann schaut sie mich wieder an. Sie fragt:

"Wie siehst du eigentlich deinen Part bei dem Experiment?"

"Überlege mal: was muss ein Mensch mitbringen, charakterlich und so, wenn er sich entschließt, ein Tier aus dem Tierheim oder vom Züchter zu sich nach Hause zu holen?"

"Naja, er muss sich das Tier leisten können in Unterhalt, Arztkosten, Versicherungen, Steuern. Dann muss er bereit sein, Zeit mit dem Tier zu verbringen, sich mit ihm zu beschäftigen."

"Richtig, Gigi. Er übernimmt damit eine Verpflichtung. Es muss ihm Spaß machen, Pflichten zu übernehmen. Er hat damit eine große Verantwortung. Schließlich handelt es sich um ein lebendes Wesen. Er muss bereit sein, Verantwortung zu tragen - und nicht das Tier sich selbst überlassen. Er muss sich kümmern und sorgen. Das liegt nicht jedem!"

Die komplette Geschichte unter hr.petert@web.de gerne anfordern



Sonntag, 29. Dezember 2019
Tierarten im Petplay
Welches Tier schläft in dir?
Wenn Petplayer ihr inneres Tier herauslassen, werden sie zu schmusigen Katzen, spielerischen Hunden, gehorsamen Ponys, relaxten Kühen. Neben den Haustieren kommen aber manchmal auch deren wilde Verwandten zum Vorschein. Dann rufen Wölfe nach ihrem Rudel, zeigen Wildkatzen ihre Krallen, rennen Wildpferde um die Wette und gehen Wildrinder durch den Forst.
Vereinzelt sieht man auch Pinguine, Strauße, Delfine (wenn ein Gewässer in der Nähe ist) für kurze Zeit. Auch Fabeltiere, wie Drachen, sind schon gesichtet worden.
So sind die Petplayer eine durchaus heterogene Gruppe.

Katzen und Hunde spielen als Haustiere nicht nur miteinander, sondern auch mit 'Tierhaltern'. Wobei Katzen und Hunde bei ihren Haltern in der Wohnung spielen, Ponys eher außerhalb im Stall oder auf Feld- und Waldwegen.

Hierzu hab ich zwei Kommentare von Ponys in einer Community gelesen. Einer schrieb: "Während ich die Nacht im Stall verbrachte, schallten Partygeräusche aus dem Haus..."
Er war darüber nicht erbaut.
Eine Andere schrieb über einen Ausflug über die Feldwege: "Bei meinem ersten Ausflug hatte ich richtig Angst vorweg und dachte bei mir selbst 'Jetzt oder nie'. Ich habe auch eine Weile gebraucht, um mich einfach treiben zu lassen, aber wenn man es einmal gemacht hat, will man es immer wieder."



Samstag, 28. Dezember 2019
CHICO
AUSZUG

"Vielen Dank, Madame," sagt er nun.
"Komm mit," fordere ich ihn auf. "Ich zeige dir schon einmal deinen Wirkungsbereich."
Ich stand auf und ging zur Terrassentür. Neben der Fensterfront befand sich ein leerer Innen- und Außenzwinger mit großer Hundetür in der Wand, der beide Bereiche verband. Beim Verlassen des Wohnzimmers wäre er beinahe mit dem Rahmen der Terrassentür kollidiert, wenn ich ihn nicht an der Schulter gefasst hätte. Er konnte den Blick nicht vom Zwinger nehmen. Gut, der Zwinger hatte eine zentrale Rolle in unserem Rollenspiel im Internet-Chat gehabt.
"Haben Sie einen Hund, Madame Estelle?" frage er mich, als wir auf der Terrasse standen, und sah mich dabei treuherzig an.
Ich lächelte zurück und antwortete: "Ja, und er heißt CHICO."
"Sie meinen MICH?"
Er macht große Augen und bleibt abrupt stehen.

Die komplette Geschichte unter hr.petert@web.de gerne anfordern.



Petplay-Sessions
Meine Petplay-Sessions sind erst einmal asexuell, das heißt, es wird weder Wert auf die sexuelle Ausrichtung der Rollenspieler gelegt, noch kommen irgendwelche sexuellen Handlungen im virtuellen oder auch realen Rollenspiel vor!
Ich bin schon einmal gefragt worden: "Was bringt dir das dann?"
Dem kann ich antworten: "Es bringt Spaß! Spaß für beide Seiten. Lachen ist nicht verboten, während ich trainiere oder Hunde-Spiele mache..."

Natürlich gibt es da andere Ansichten: Im BDSM-Bereich befiehlt "Herr/Herrin" seine/n "Sklaven/in" auf alle Viere, um ihn demütigen, was diesen wieder sexuell erregt...

Aber Letzteres ist nun einmal nicht meins... Wem Mein Petplay daher zu langweilig ist, kann gern einschlägige Internetseiten besuchen. Wem das spielerische Ausleben dagegen wichtig ist, das Verhalten eines echten Haustieres nachahmen und seine Gefühle herauslassen möchte, der wäre bei mir richtig.

Klar ist aber auch, dass ich weder ein Roboter bin, noch ein asexuelles Mensch. Wenn zwischen mir und dem "Pet" Sympathien entstehen, man sich öfter trifft, kann sich eine Freundschaft entwickeln. Stimmen die sexuellen Präferenzen und BEIDE Seiten möchten es, dann kann aus der Freundschaft mit der Zeit Liebe entstehen - ganz wie im normalen Leben...